Kunst Online News: Ausgabe 01/2016
VG WORT Zählpixel.

Die letzten Kunst Online News liegen nun schon eine ganze Weile zurück. Dazwischen ist einfach so viel Interessantes passiert, dass ich anderen Themen immer wieder den Vorzug in meinem Redaktionsplan geben musste.

Höchste Zeit also mal wieder einzutauschen, in die News-Landschaft der Kunst-Szene. Viele Spaß mit den Kunst Online News 01/2016.

Großer Donald, kleine Trumpete

19.08.2016 | Quelle: ndr.de (NDR.de)

Dass Kunst sich gleichsam amüsant wie relevant ins aktuelle politische Geschehen einmischen kann zeigen jüngst wieder die Donald-Trump-Nackt-Statuen des Künstler-Kollektivs „Indecline“.

In 5 US-amerikanischen Städten wurden die lebensgroßen Figuren bisher gesichtet. Die beteiligten Künstler nennen ihr Projekt „Der Kaiser hat keine Eier“, offensichtlich in Anlehnung an „Des Kaisers neue Kleider“.

Leider wurden die Skulpturen in den meisten Städten sehr zeitnah nach ihrer Entdeckung entfernt. Aber natürlich viel zu spät fürs Netz und die Social Media. Hier wird das Thema fleißig geteilt und erhält zunehmend mehr Aufmerksamkeit.

Von Donald Trump selbst konnte man bisher kein Statement dazu hören. Vielleicht wird sich das aber in Zukunft ändern, denn sehr wahrscheinlich werden bald noch mehr nackte Plastiken von ihm in der Öffentlichkeit auftauchen.

The Emperor Has No Balls | Quelle: Indecline - YouTube

West-Ost-West-Kunst aus dem Iran

16.08.2016 | Quelle: zeit.de (Zeit Online)

Selbstverständlich findet sich westliche Kunst nicht nur in westlichen Museen und Kunsthallen. Nur bekommt man davon hierzulande vergleichsweise wenig mit. Oder wäre Ihnen diese Tatsache bewusst gewesen?

Zeit Online-Autor Martin Gehlen besuchte das Teheraner Museum für Gegenwartskunst und berichtet in seinem neuen Artikel „Der Pollock aus Teheran“ von dessen faszinierender Sammlung.

Nach mehreren Jahrzenten soll der üppige Bestand dieser Kollektion – sie umfasst rund 1.500 Werke, darunter Arbeiten von Pollock, Munch, Picasso, Renoir und weiteren Meistern – nun erstmals außerhalb des Irans öffentlich gezeigt werden. Geplant ist eine Ausstellung in Berlin.

Gut 4-5 Jahre sollen die Kunstwerke um die Welt reisen. Nach Berlin folgt Rom, London, Paris, New York und Washington sind bereits geplant – bisher aber noch nicht bestätigt.

Mehr Details und Hintergründe zu diesem spannenden Projekt lesen Sie im vollständigen Artikel.

Köln zeigt asiatische Leidenschaften

12.08.2016 | Quelle: wdr.de (WDR Nachrichten)

Eine Meldung, der ich nicht widerstehen konnte, ist mir auf wdr.de über den Weg gelaufen: „Ein Museum voller Leidenschaften“.

Was sich dahinter verbirgt? Die Ausstellung „Leidenschaften in der Kunst Ostasiens“, die vom 13. August bis 29. Januar im „Museum für Ostasiatische Kunst Köln“ zu sehen ist.

Da mich asiatische Kunst ohnehin sehr interessiert und deren Einflüsse ja logischerweise auch den Arbeiten von Moitao zugrunde liegen, scheint ein genauer Blick vielversprechend.

Der Name ist Programm und so betrachte die Ausstellung in Köln das Thema Leidenschaft aus ganz verschiedenen Blickrichtungen: Von der Liebe zur Natur, über explizite zwischenmenschliche Freuden bis hin zur religiösen Überwindung, all dies kommt vor.

Schauen Sie mal auf wdr.de vorbei. Dort findet sich auch ein interessanter Podcast zu diesem Thema.

Magnus-App muss vorerst draußen bleiben

04.08.2016 | Quelle: bild.de (BILD)

Und zu guter Letzt in dieser Ausgabe: eine News aus der digitalen Kunstwelt. Wie bild.de Anfang August berichtete, hat Apple die Kunst-App „Magnus“ wohl aus seinem Apple-Store verbannt.

Sehr verwunderlich, denn Medien wie die „New York Times“ und „Bloomberg“ hatten die App bei ihrer Einführung noch als regelrechte Sensation gefeiert. Was also war in der Zwischenzeit geschehen?

Das lässt sich ganz einfach erklären. Die Software von Unternehmer Magnus Resch bringt enorme Transparenz in den Kunstmarkt. Denn sie erlaubt es dem User Detailinformationen, inklusive Preis, zu jedem Kunstwerk zu erhalten. Unmittelbar und kinderleicht – per Foto.

Das ist natürlich sehr praktisch, insbesondere in Museen, Kunsthallen und Galerien. Zumindest für den User. Einige Galeristen sind keine Fans der App und haben Klage eingereicht. Offizielle Grund: Sie verstoße gegen geltendes Urheberrecht.

Erfinder Resch redet derweil mit Apple, damit die App bald wieder im Store verfügbar ist.

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