Begeben Sie sich auf eine virtuelle Kunst-Weltreise, mit Google Art Project | Bild: Stacy Wyss
VG WORT Zählpixel.

Das Google Art Project ist keine neue Erfindung. Aber Moitao und ich haben es vor kurzem für uns wiederentdeckt. Und da es sehr viel Spaß macht, Kunst in virtuellen Räumen zu genießen, schreibe ich heute einen kleinen Blogartikel über dieses Projekt von Google. Also gut, dann beginnen wir mal von vorne.

Was ist das Google Art Project?

Beim Google Art Project handelt es sich um eine von Google entwickelte Software, die Sie mit ihrem Internetbrowser bedienen können. Sie ermöglicht Ihnen den digitalen Besuch von zahlreichen, namhaften Museen rund um den Erdball.

Dabei werden in Ihrem Browser nicht nur sehr hochauflösende Bilder von eindrucksvollen Kunstwerken dargestellt. Sie erhalten zudem auch die Möglichkeit, ausgewählte Museen per Google Street View-Funktion selbst zu begehen.

Darüber hinaus liefert Ihnen die Anwendung zahlreiche vertiefende und weiterführende Detailinformationen zu Künstlern sowie Werken.

Das Google Art Project gehört zum sogenannten Google Cultural Institute. Diese gemeinnützigige Initiative wurde 2011 mit dem Ziel ins Leben gerufen, das Weltkulturerbe online verfügbar zu machen. Google stellt zu diesem Zweck Tools und Technologien zur Verfügung.

Google hat ein hübsches Teaser-Video zum Art Project veröffentlicht. Schauen Sie zur Einstimmung gleich mal rein.

Art Project - Teaser | Quelle: YouTube

Wo finde ich das Google Art Project?

Das ist ganz einfach. Die offizielle Seite des Google Art Project finden Sie hier. Folgen Sie dem Link und legen Sie ihn sich bei Interesse in Ihren Favoriten ab. Wie bereits erwähnt, ist das Art Project eines von vielen Projekten innerhalb des Google Cultural Institutes.

Auf der Seite angekommen, können Sie via Klick auf den Pfeil oben links das Hauptmenü öffnen. Hier sehen Sie viele weitere Projekte, Sammlungen und Ausstellungen etc.

Google Art Project: Hauptmenü.

Hauptmenü | Quelle: Google Art Project

Die riesigen Bilder auf der Startseite führen Sie natürlich ebenfalls zu weiteren Inhalten. Diese kann ich hier aus Gründen des Urheberrechts allerdings nicht abbilden.

BEGEHBARE MUSEEN
Starten Sie ihre Kunstreise: Eindrucksvolle Innen- und Außenansichten erwarten Sie.

DIGITALE AUSSTELLUNGEN
Genießen Sie Ausstellungen, zu denen Sie sonst keinen Zugang hätten.

STARKER ZOOM
Entdecken Sie Details, die ihren Augen normalerweise verborgen blieben.

Wie funktioniert die Benutzeroberfläche?

Da User-Interface und Bedienung nicht ganz selbsterklärend sind, gehe ich im Folgenden auf beide genauer ein. Fangen wir oben links an. Das Hauptmenü kennen Sie jetzt bereits. Rechts daneben finden Sie die globale Suche, die sich durch Einstellung zusätzlicher Filter, wie z.B. „Sammlung“, „Material“, „Ort“, feinjustieren lässt.

Da all dies allerdings nur einen unsystematischen Einstieg bietet, würde ich Ihnen einen anderen Startpunkt empfehlen. Klicken Sie auf „Sammlungen“. Aktivieren Sie die Schaltfläche „Nur Museumsansicht“. Klicken Sie rechts oben auf „Ansehen“ und wählen Sie die Kartenansicht aus.

Google Art Project: Weltkarte.

Google Art Project: Interaktive Kartenansicht der Sammlungen mit Museums-View | Quelle: Google Art Project

Navigieren Sie nun mit Ihrer Maus in die USA und zoomen Sie per Mausrad nah an die Stadt New York heran. Die Zahlen im Kreis auf weißem Grund mit blauer Umrandung zeigen Ihnen an, wie viele Museen in diesem Kartenabschnitt vorhanden sind. Auf der linken Seite sehen Sie eine Liste, die Ihnen Informationen zu diesen Museen in der Nähe zur Verfügung stellt.

Wählen Sie eines aus und starten Sie Ihren ersten Kunstrundgang. Ich entscheide mich hier mal für das MOMA, das "The Museum of Modern Art" in New York. Wenn Sie mir bis hierin gefolgt sind, dann werden Sie Ihre Reise auf der 2. Etage des MOMA starten. Nutzen Sie am besten die Pfeiltasten und erkunden Sie die verschiedenen Etagen etwas. Viel Spaß auf ihrer Entdeckungs-Tour.

Google Art Project: Das MOMA in New York

Google Art Project: Impression aus dem MOMA in NewYork | Quelle: Google Art Project

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch kurz erwähnen, dass es natürlich auch viele andere Ansatzpunkte gibt, seine Reise in die Welt des Google Art Projects zu starten. Oben im Bereich der Hauptnavigation haben Sie sicherlich schon die Menüpunkte „Künstler“ und „Kunstwerke“ entdeckt. Darüber können Sie auch eintauchen und den reichen Kunstschatz des Projekts erleben.

Wenn Sie dabei Werke finden, die Sie teilen, vergleichen oder speichern möchten, so geht auch das. Und zwar über die gleichnamigen Funktionen im Footer der Seite. Zum Anlegen ihrer eigenen Sammlungen müssen Sie sich allerdigs zuvor mit ihrem Google-Konto anmelden. Dann können Sie unter „Meine Galerien“ eigene Galerie mit Ihren Favoriten anlegen. Unter „Benutzergalerien“, dem letzten Punkt der Hauptnavigation am Seitenanfang, finden Sie Zusammenstellungen von anderen Usern, die ihre eigenen Sammlungen hier bereits abgelegt haben.

Google Art Project: Footer.

Footer | Quelle: Google Art Project

Meine Kritik

Positive Punkte

Google Art Project bietet eine Fülle hochwertiger Kunst, die man ohne dieses Projekt niemals erleben könnte.
Die Anwendung ist für jedermann frei und kostenlos zugänglich.
Es macht einfach Spaß, sich auf Entdeckungs-Tour zu begeben.
Zu guter Letzt schafft die Browser-APP von Google einen echten kulturellen / gesellschftlichen Mehrwert.

Negative Punkte

Einige Top-Museen sind nicht vorhanden bzw. besuchbar und man vermisst sie schmerzlich.
Die Bedienung ist teilweise sehr hakelig und die Benutzeroberfläche bedarf einiger Einarbeitungszeit.

GOOGLE CULTURAL INSTITUTE
„Technologies that make the world’s culture
accessible to anyone, anywhere.“

Mein Fazit zum Google Art Project

Wie alles im Leben hat natürlich auch das Art Project mindestens zwei Seiten. Ja, Google ist ein kommerzielles Unternehmen. Auf der einen Seite bleibt daher immer dieser unangenehme Restzweifel: Sind die Kalifornier wirklich so altruistisch und selbstlos, wie sie vorgeben? Oder verfolgen sie mit ihren Projekten Ziele, die sie nicht transparent machen? Und falls ja, welche sind das dann genau?

Auf der anderen Seite ist es zunächst einmal sehr nobel und gut, möglichst vielen Menschen einen einfachen Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen. Mal ehrlich, wer kann es sich schon leisten, die schönsten und bedeutendsten Museen dieser Welt alle zu bereisen? Aus Nutzersicht – und für den habe ich diesen Artikel geschrieben – ist das Google Art Project eine wirklich feine Sache.

Aus der Perspektive des Users überwiegen für mich daher alles in allem die Vorteile. Wie sehen Sie das? Schreiben Sie einen Kommentar und teilen Sie mir Ihre Auffassung mit. Ich freue mich auf Ihre Meinung.

Weiterführende Links

Quellenangabe